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Wie Kaffeesatz unsere Erde retten kann

Wie Kaffeesatz unsere Erde retten kann

In Deutschland landet viel Kaffee im Müll

Jeden Tag fallen alleine in Deutschland zirka 1.000 Tonnen Kaffeesatz an, der zum größten Teil im Müll landet. Dabei ist dieser viel mehr als nur Abfall der auf den Kompost gehört. Vielmehr können Kaffeereste dabei helfen die globale Erwärmung zu verringern.

Forscher des südkoreanischen Ulsan National Institute of Science and Technology haben einen Weg gefunden, gebrauchten Kaffeesatz einzuweichen und zu erhitzen, um ihn in eine der umweltfreundlichsten Methanspeicherquellen überhaupt zu verwandeln.

Wir alle wissen, dass Treibhausgase schlecht für das Klima sind, da sie die vom Boden abgegebene Wärmestrahlung wieder absorbieren. Doch der Treibhauseffekt ist auch gut für uns. Gäbe es diesen Effekt nicht, hätte es auf der Erde eine mittlere Temperatur von -18 Grad, was ein Leben wie wir es kennen, unmöglich machen würde. Leider stieg in den letzten Jahrzehnten bedingt durch die Industrialisierung und unseren Lebensstandard die Menge des sich in der Atmosphäre befindenden Methans immer weiter an. So verstärkt sich der Treibhauseffekt immer weiter. Die Folgen sind unter anderem ein steigender Meeresspiegel bedingt durch das Abschmelzen der Polkappen, extremes Wetter, Dürre, und Überflutung. Nach Kohlendioxid ist Methan heute das zweithäufigste Treibhausgas, welches wir in unsere Atmosphäre ausstoßen.

Kaffee macht nicht nur wach sondern kann auch Methan speichern

Die neue Technik, Kaffeereste als Methanspeicher zu verwenden, ist vielversprechend, denn die derzeitigen Methoden zur Abscheidung von Methan aus der Luft sind gefährlich, teuer und komplex. Bei der bisherigen Variante, Methangas in Gasflaschen zu komprimieren, besteht die Gefahr von Explosionen, Bränden und dem Austritt giftiger Gase, wenn die Flaschen nicht richtig gehandhabt und gelagert werden.

Hingegen haben Materialien auf Kohlenstoffbasis, wie z.B. Kaffeesatz den Vorteil, dass sie leicht, billig und langlebig sind.

In ihrem Versuch mischten die südkoreanischen Forscher eine halbe Tasse gebrauchten dunkel gerösteten Kaffeesatz 24 Stunden lang mit Natriumhydroxid und erhitzten die Mischung dann in einem Ofen auf zwischen 700 und 900 Grad Fahrenheit. Dabei entsteht ein Material, dass in der Lage ist, Methan aus der Luft zu absorbieren. Der Herstellungsprozess dieses Materials dauerte nur einen Tag - ein Bruchteil der Zeit, die normalerweise für die Herstellung von methanabsorbierenden Materialien benötigt wird.

Im Anschluss maßen die Forscher, wie viel Methan die behandelten Böden aus der Luft aufnehmen konnten, und stellten fest, dass sie in der Lage waren, bis zu 7 % ihres Gewichts an Methan zu absorbieren. Das ist zwar etwas weniger als bei anderen methanabsorbierenden Materialien, jedoch lässt sich das neue Material aus Kaffeemischung schneller und billiger herzustellen.

Christian Kemp, ein Autor der Arbeit von der Pohang University of Science and Technology in Korea, kam auf die Idee, als er mit Kollegen bei einer Tasse Kaffee über ein anderes Projekt diskutierte, so eine Pressemitteilung.

Kaffeereste - Eine preiswerte Art das Klima zu retten?

Die Technik ist extrem preiswert. "Das Abfallmaterial (gebrauchter, gemahlener Kaffee) ist frei im Vergleich zu all den Metallen und teuren organischen Chemikalien, die in anderen Verfahren benötigt werden. "Meiner Meinung nach ist dies ein viel einfacherer Weg", so Kemp.

Es kann auch eines Tages genutzt werden, um Methan für die Verwendung als saubere Energiequelle als Alternative zu fossilen Brennstoffen zu gewinnen.